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Immobilienmaklerin Fredericke Stahmer

Die wahrscheinlich jüngste selbstständige Immobilienmaklerin aus dem Kreis Steinburg & Pinneberg

 

Mit 15 Jahren absolvierte sie ein Praktikum bei einem Immobilienmakler. Der Einblick ins Geschehen hat Fredericke Stahmer so gefesselt, dass sie sich sicher war: Sie will Immobilienmaklerin werden! Leider hinderte sie ihr Schulabschluss an der erhofften Ausbildung – ihr Realschulabschluss reichte nicht aus.

„Die meisten Firmen wollen das Abitur sehen“, so die junge Selbstständige. Kurzum machte die in Bokel lebende junge Frau das Abitur nach und ging anschließend in die Ausbildung zur Immobilienkauffrau, die sie ebenfalls erfolgreich abschließen konnte. Ihre Ausbildung und ersten Erfahrungen sammelte Fredericke Stahmer bei einem Elmshorner Bauinvestor. Die Tätigkeit als Immobilienmaklern gefiel ihr sehr gut und sie wollte dieser Berufung nebenbei als Selbstständige nachgehen, was ihr damaliger Chef jedoch nicht wollte. Daraufhin verließ die junge Kauffrau das Unternehmen und wagte den Sprung ins kalte Wasser – erfolgreich, wie sich herausstellt.

Ich hätte bei einem Immobilienmakler anfangen können, doch mir gefällt die Philosophie der meisten Makler nicht

Fredericke Stahmer  - selbstständige Immobilienmaklerin

Seit April 2021 ist Fredericke Stahmer nun schon selbstständig. Sie blickt auf ein gutes Jahr Erfahrung zurück. Nicht viel, wenn man sich die Big Player der Branche anschaut. Dennoch: Die junge Frau genießt bereits schon jetzt eine gute Reputation. Warum ist das so?
„Ich hätte bei einem Immobilienmakler anfangen können, doch mir gefällt die Philosophie der meisten Makler nicht“, so Stahmer, die der Meinung ist, dass viele im Markt Akquise betreiben, um die Leute anschließend zu überreden, ihre Immobilie über sie zu verkaufen. Ist das nicht Business as usual? „Das stimmt leider, aber ich möchte, dass die Leute freiwillig mit mir zusammen arbeiten, ich möchte sie nicht dazu überreden“, so die Maklerin, die sich als Problemlöserin sieht.

Fredericke Stahmer vermakelt eigentlich alles, was mit Immobilien zu tun hat: Ein- und Mehrfamilienhäuser, Lagerhallen und auch Vermietungen vermittelt sie. Zudem übernimmt sie auch die Verwaltung für Eigentümergemeinschaften (WEG). Auf unsere Frage, ob die Maklercourtagen nicht viel zu hoch seinen, zeigte sie Verständnis.

„Auf den ersten Blick scheint es wirklich so, dass ein Makler viel Geld für wenig Arbeit bekommt. So ist es aber nicht.“, erklärt uns die junge Maklerin. Aufgaben wie zum Beispiel das Erstellen eines Exposés und eines  Energiepasses nehmen viel Zeit in Anspruch.
„Hinzu kommt die viele Zeit, die für die Behördengänge eingeplant werden muss. Unterlagen von den Bauämtern angefordert, viele Unterlagen müssen aufbereiten werden da die vorhanden meistens nicht von den Banken akzeptiert werden“, zählt die Geschäftsfrau auf. Hinzu kommt, dass mitunter Grundrisse neu erstellt werden müssen. Ein zeitaufwändiges Unterfangen, was viele gar nicht sehen. Auch zählen viele Gespräche mit zu den Aufgaben eines Maklers, besonders die mit den Verkäufern.
„Jeder Mensch, der seine Immobilie verkaufen muss, befindet sich oft in einer unschönen Situation. Manche Verkäufer reden sich dann die Seele frei und das Zuhören gehört auch zu meinen Aufgaben als Maklerin“, so die junge Bokelerin.

Die sympathische Frau mit dem fundierten Fachwissen ist recht erfolgreich. Schon zwei Einfamilienhäuser und viele Vermietungen hat sie vermittelt. Ihre Courtage beträgt meistens 6,5%. Allerdings macht sie diese auch von den Projekten abhängig.
„Wenn es ein teures Objekt ist, passe ich meine Courtage nach unten an“, so die Maklerin, die sich nichts aus neuen Edelklasse-Autos macht. Sie selbst fährt zu den Terminen mit einem fast 30 Jahre alten BMW vor.
„Den habe ich zum bestandenen Führerschein bekommen und der ist mir richtig an Herz gewachsen“, so Stahmer, die ihren Wirkungskreis überwiegend in den Kreisen Steinburg und Pinneberg sieht.

Auf Regionalität legt die Maklerin ebenfalls großen Wert. Die obligatorischen Flasche Sekt oder Champagner zum Abschluss findet sie zu fade. „Das macht doch gefühlt jeder Makler. Ich suche lieber was Regionales und verschenke es dann zum Abschluss des Geschäfts“, so die 23-Jährige. Sie bezieht regionale Liköre von Jan Jacobsen aus Horst. Jacobsen vertreibt hauptsächlich Liköre aus der Region wie zum Beispiel die Horster Pillen.
„Die habe ich auch schon gekauft und verschenkt“, lacht die wahrscheinlich jüngste selbstständige Immobilienmaklerin aus den Kreisen Steinburg und Pinneberg. 

 

 

 

von Thorsten Pahlke ,