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Aktuelles

Naturerlebnisschiff für schleswig-holsteinische Nebenflüsse der Unterelbe?

Die Fachausschüsse der Kreise Steinburg und Pinneberg beschäftigen sich in ihren nächsten Sitzungen mit einem möglichen Naturerlebnisschiff im Fahrtgebiet Pinnau, Krückau, Stör und dem Bereich der Unterelbe zwischen Wedel und Glückstadt

Nein, es ist kein Containerschiff. So könnte das Naturerlebnisschiff aussehen. Die Planer der Mareval AG gehen in dem Entwurf von bis zu 100 Passagieren und bis zu 50 Fahrrädern an Bord aus. Grafik: Mareval AG

Nach einer positiv abgeschlossenen Potenzialanalyse liegt dafür nun auch ein erstes Umsetzungskonzept der beauftragten Mareval AG aus Hamburg vor. Dieses bildet die Grundlage für die Diskussion.  Mit dem möglichen Naturerlebnisschiff sollen die wassertouristischen Potenziale der Elbe-Nebenflüsse Pinnau, Krückau und Stör hervorgehoben werden. Vorbild für ein mögliches Naturerlebnisschiff auf schleswig-holsteinischer Elbseite ist der „Tidenkieker“, der größtenteils auf niedersächsischer Elbseite im Einsatz ist. Das neue Naturerlebnisschiff soll auch viele Fahrräder transportieren können. Darüber hinaus zählen Innen- und Außenplätze, Catering sowie eine umweltfreundliche Antriebstechnik zu den Anforderungen.

Die maximale Schiffsgröße wird durch die Elbe und die zu befahrenden Nebenflüsse Stör, Krückau, Pinnau sowie eventuell ein kurzes Stück der Wilsterau mit ihren Schleusen und Brücken vorgegeben. Demnach wären bei einer Kapazität von 100 Passagieren 35 Meter Länge, 6,3 Meter Breite und 0,6 Meter Tiefgang denkbar. Als Basishäfen kommen Wedel und Glückstadt in Frage, als Anlegepunkte Elmshorn, Uetersen, Kollmar, Haseldorf, Kasenort und Itzehoe.

Die Mareval AG hat in ihrem Konzept die benötigte Schiffstechnik, mögliche Betriebsformen, die Investitions- und Finanzierungsplanung, die Wirtschaftlichkeit und die Machbarkeit näher beleuchtet. Die Untersuchungen gehen auf eine Initiative der

Städte Elmshorn und Wedel, des Amts Geest und Marsch Südholstein, der Kreise Pinneberg und Steinburg, der Aktivregion Pinneberger Marsch & Geest, der IHK zu Kiel sowie der Arge Maritime Landschaft Unterelbe zurück.

Ob und in welcher Form das Vorhaben weiter verfolgt werden soll, entscheiden die Kreistage der beiden beteiligten Kreise. Zuvor beraten die zuständigen Fachausschüsse darüber. Der Ausschuss für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr des Kreistags Pinneberg tagt am Dienstag, 31. Mai 2022, um 18.30 Uhr. Der Ausschuss für Wirtschaft des Kreistags Steinburg tagt am Montag, 20. Juni 2022, um 17.30 Uhr im Kreistagssaal des Kreises Steinburg.

 

Hintergrund Finanzen und Organisation:

Das Projekt ist nicht nur räumlich, sondern auch finanziell breit aufgestellt, da viele Partner beteiligt sind.

Finanzen:

Die Fördermittel stammen aus dem „Landesprogramm Wirtschaft“ und hier wiederum aus dem „Projekt Regionalbudget Westküste“. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Projekt mindestens in 2 Kreisen wirkt. Die Förderzusage (Quote: 70 Prozent) ist von der Projektgesellschaft Norderelbe mbH (Itzehoe), kurz PGN, erteilt worden, die die Förderanträge bewertet und bei der Antragstellung unterstützt.

Der zu erbringende Eigenanteil wird von folgenden Partnern getragen: Stadt Elmshorn, Kreis Pinneberg, Kreis Steinburg, Stadt Wedel, IHK zu Kiel (Geschäftsstelle Elmshorn), Amt Geest und Marsch Südholstein, Arge Maritime Landschaft Unterelbe GbR.

Organisation:

Die Stadt Elmshorn ist Antragstellerin für das Projekt. Eine Lenkungsgruppe aus den oben genannten Beteiligten hat den Prozess zur Erstellung des Umsetzungskonzeptes begleitet. Die AktivRegion Pinneberger Marsch und Geest e.V. sowie die Arge Maritime Landschaft Unterelbe GbR unterstützen und begleiten das Projekt seit Beginn inhaltlich und organisatorisch.