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Tipp

Neues Leben auf alten Höfen

„Jetzt geht es in die praktische Phase“, freut sich Dr. Heinz Seppmann, Steinburgs erster stellvertretender Landrat. „Auf dieses Modellprojekt sind wir wirklich stolz!“

Auftaktveranstaltung zur zweiten Runde auf dem Hof von Volker Piening in Sommerland. Foto: Britta Glatki

Worum es geht? Das Projekt „Neues Leben auf alten Höfen“ geht in die zweite Runde. Und das steckt dahinter: Der Kreis Steinburg ist durch den ländlichen Raum mit seinen malerischen, historischen Höfen geprägt. Diese Höfe zu erhalten oder umzunutzen ist jedoch oft mit hohen Kosten und der Kenntnis - oder Unkenntnis - über baurechtliche Vorschriften verbunden.

Um dennoch die Höfelandschaft zu bewahren und erste organisatorische und finanzielle Hürden zu überwinden, hat der Kreis Steinburg das Förderprojekt „Steinburgs Höfe – Neues Leben auf alten Höfen“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, besondere Gebäude mit landwirtschaftlichem Bezug zu erhalten und gleichzeitig durch Umnutzung der bestehenden Gebäudesubstanz weiterer Flächenversiegelung vorzubeugen und den Flächenverbrauch zu reduzieren. Im ersten Durchlauf des Projekts von 2018 bis 2021 konnten bereits 70 Erstberatungen durchgeführt und 44 Konzepte erstellt werden.

„Das Beratungsangebot wurde sehr gut angenommen, doch fehlen vielen Interessierten die Mittel für die Umsetzung“, erläutert Seppmann. Umso größer ist die Freude, dass nach intensiven Gesprächen mit dem Land Schleswig-Holstein eine Investitionsförderung eingeworben werden konnte. „Dieses Projekt ist aus unserer Sicht nicht nur landesweit, sondern auch bundesweit modellhaft. Wir unterstützen deshalb den Ansatz, die Investitionen zur Nutzung und Umnutzung historischer Bausubstanz mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes« zu finanzieren“, begründet Kristina Herbst, Staatssekretärin des Ministeriums für Inneres, ländlichen Räume, Integration und Gleichstellung das Engagement des Landes.

Das Angebot teilt sich in zwei Hauptmodule auf:

Modul 1 umfasst die Erstberatung und die Konzepterstellung.      
Hierfür hat der Kreis Steinburg erfahrene Architektinnen und Architekten ausgewählt, die in der Umnutzung historischer Gebäude bewandert sind. Bei der Erstberatung wird in etwa zwei bis drei Stunden ermittelt, wo es Handlungsbedarf gibt und welche Optionen es für das weitere Vorgehen gibt. Bei erfolgreicher Aufnahme in die nächste Stufe der Förderung wird im Anschluss nach detaillierter baulicher Beratung ein passgenaues Konzept erstellt. Der Kreis Steinburg trägt die Kosten für die Erstberatung und 50 Prozent der Kosten für die Konzepterstellung.

Modul 2 beinhaltet die Investitionsförderung.          
Hierbei können Eigentümerinnen und Eigentümer, denen bereits ein Konzept vorliegt, eine Förderung für den Erhalt oder die Umnutzung ländlicher Bausubstanz erhalten. Das Land Schleswig-Holstein ermöglicht die Förderung des zweiten Moduls mit insgesamt bis zu 100.000 Euro durch die Bereitstellung von Mitteln des Bundes und des Landes aus der »Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes«.

Beide Module verlaufen unabhängig voneinander und bauen dementsprechend zeitlich nicht aufeinander auf.

Ab sofort können sich Interessierte zu den beiden Modulen beraten und in das Projekt aufnehmen lassen. Alle Informationen, Formulare und Kontaktdaten sind unter www.steinburgs-hoefe.de zu finden. Zur Kontaktaufnahme steht das Büro RegionNord über Telefon (04821/94963230) und E-Mail (info@regionnord.com) zur Verfügung.